Helga Kalitzki

 

Ton – Stein – Malerei   Helga Kalitzki eine Künstlerin aus Merchweiler ist der lebende Beweis dafür, dass man nicht zwangsläufig von Kindheit oder Jugend an intensiv mit Kunst befasst sein muss, um sich später einen Namen als schöpferisch ausdrucksstarke Malerin zu machen. Sie war immerhin schon in der zweiten Lebensphase , als sie dem inneren Ruf nach künstlerischer Betätigung nachgab. 1978 begann sie ihre Arbeiten und Studien in Keramik bei Anne Wagner, Augsburg, ließ sich inspirieren bei Ingrid Schmitt-Faßbinder, Trier, und Maria Brus, München. Es folgten Studien plastischen Gestaltens an der europäischen Kunstakademie Trier bei Professor Hans Gassman. Arbeiten bei Hans Oliberius und Paul Schneider schließen diesen Kreis.


Um ihr Schaffen in einem größeren Kontext zu sehen, schrieb die Künstlerin sich 1986 an der Saarbrücker Universität als Gasthörerin im Fachbereich Kunstgeschichte ein. 1987 begann sie eine wissenschaftliche Weiterbildung mit den Schwerpunkten Psychologie und Soziologie, die sie 1990 erfolgreich abschloss. Noch im selben Jahr erhielt sie für ihre Skulptur „Tête-Signe“ eine Auszeichnung beim Grand Prix de Peinture der Ville de Sarreguemines. Sie begann sich immer mehr und mehr der gegenstandslosen Malerei, bei der ihr Gefühl, Emotion und Spontanität wichtiger sind als Perfektion, Vernunft und Reglementierung. Ganz bewusst verzichtet sie darauf ihre Bilder mit Titel zu versehen, weil sie je nach Stimmungslage zu unterschiedlichen Betrachtungszeiten sich ganz unterschiedliche Emotionen entwickeln können. Es sind die starken, ineinander übergehenden Farben und Formen die die Faszination der Bilder ausmachen. Die Künstlerin wirkte aber nicht nur, um der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen. Sie fand auch noch Kraft und Zeit, in Rahmen von Beschäftigungstherapien behinderte Menschen künstlerisch anzuleiten und zu begleiten. Höhepunkt dieser bewundernswerten Aktivitäten waren Ausstellungen der bemerkenswerten Arbeiten.